Fiat Freemont – Per tutta la Famiglia

header_motoBlogDeutschland ist das Land der SUV und Kombis. Und auch Mini-Vans und Crossover stehen hoch im Kurs. Insbesondere Familien legen Wert auf ein großzügiges Platzangebot, Funktionalität im Innenraum und sicherheitsrelevante Assistenz-Systeme. Daher war ich gespannt auf den 14-tägigen Test mit dem Fiat Freemont. Schon bei der Übergabe des Fahrzeugs bin ich begeistert. Die Optik ist super. Man erkennt den amerikanischen Einschlag, wie der Name ja bereits vermuten lässt. Der bullige Siebensitzer wirkt wuchtig, aber nicht überdimensioniert.DSC_4388 Die Privacy Verglasung sorgt für ein durchgängig schwarzes und dezentes Äußeres. Und die Front gefällt mir ebenfalls sehr. Nicht verspielt, kein BlingBling, reduziert auf das Wesentliche. Lediglich das Heck mit dem klitzeklein erscheinenden, wenig schicken Endrohr könnte noch etwas aufgemöbelt werden. Es gibt den Freemont in drei Varianten: den Basis-Freemont, die Variante “My Freemont” und die Version “Lounge”. Die Serienausstattung aller Modelle ist schon beachtlich: RDS-Highclass-Autoradio mit CD- und MP3-Player mit 6 Lautsprechern und 4,3”-Touchscreen, 7 Sitzplätze mit 3. Sitzreihe,DSC_4348 Kindersitzverankerung Isofix, Kindersicherung in den Fondtüren, 3-Zonen-Klimaautomatik, Bordcomputer mit Digitaluhr und Trip Computer, schlüsselloses Zugangssystem, Tempomat, elektronisches Stabilitätsprogramm (EPS) mit elektronischem Überrollschutzsystem, Anhängerstabilisierung und Traktionskontrolle, Reifendruck-Kontrollsystem mit Warnmeldefunktion, 6 advanced Airbags, Seitenairbags vorn, Kopfairbags, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte. Bei den “My Freemont“-Modellen kommen dann noch 8,4”-Touchscreen mit erweiterter Bedienung für Radio, Bordcomputer, Mediaplayer, Klimaautomatik, Mobiltelefon sowie DVD-Player und SD-Kartenleser,DSC_4368 Multifunktionslenkrad mit Bluetooth® Freisprecheinrichtung, Dachreling in Schwarz, dunkel getönte Fensterscheiben hinten, elektrisch verstellbarer Fahrersitz (6-fach) mit elektrisch verstellbarer Lordosenstütze (4-fach), elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Parksensoren hinten, Dämmerungssensor, Lenkrad und Schaltknauf in Leder. Und die von uns getestete “Lounge“-Version ist die Luxus-Variante des Fiat Freemont mit Lederausstattung inkl. Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrerseite, 19”-Leichtmetallfelgen, 8,4“-Touchscreen mit integriertem Garmin® Navigationssystem und Europakarte, ALPINE® Audio System mit 6 Premiumlautsprechern, Subwoofer und 368-W-Verstärker, Rückfahrkamera, Türaußengriffe und Dachreling in Chrom.DSC_4380 Und wer jetzt denkt, so viel edle Ausstattung ist nicht zu bezahlen, für den gibt’s eine positive Überraschung. Denn den Fiat Freemont bekommt Ihr bereits ab 26.790 EUR. Neben der Ausstattungslinie könnt Ihr Euch für eine von drei Motor-Varianten entscheiden: zur Auswahl stehen 2.0-MultiJet-II-Motoren mit 103 kW (140 PS) und 125 kW (170 PS) mit 6-Gang-Schaltgetriebe sowie ein Benziner mit 125 kW (170 PS) mit Automatikgetriebe in Verbindung mit Frontantrieb zur Auswahl. Abgerundet wird das Angebot durch die AWD-Technologie mit Automatikgetriebe um einen Dieselmotor mit 125 kW (170 PS) und einen Benziner mit 206 kW (276 PS). Insofern gibt’s ausreichend Auswahlmöglichkeiten für Design, Ausstattung und Motorisierung.DSC_4357Aber wie fährt er sich denn nun? Wir haben im Rahmen des zweiwöchigen Tests 995,7 Kilometer zurückgelegt mit einem ausgewogenen Mix an Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr. Der Durchschnittsverbrauch unserer 170 PS-Version lag bei 8,8 Litern Diesel. Auch nicht wirklich viel für ein Siebensitzer von 2 Tonnen Gewicht. Aber so richtig spritzig ist er dafür auch nicht wirklich gefahren. Insbesondere die ersten beiden Gänge fühlen sich an wie im 30 Jahre alten Bully. Wir hatten ein Modell mit Handschalter, aber selbst spätes Hochschalten bringt keine Besserung. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich den größten Motor wählen. Ansonsten gibt’s eigentlich nur Gutes zu berichten: der Fahrersitz ist extrem bequem für große und kleine Leute.DSC_4355 Es gibt massig viel Stauraum, insgesamt 3 12V Steckdosen, ein SD-Kartenslot, getönte Scheiben hinten, zwei integrierte Kindersitze, ein Navi in 2D und 3D, eine integrierte Taschenlampe im Heck und ein recht stylishes Inneres. Zu Bemängeln gibt es nur Kleinigkeiten: wenn die Display-Beleuchtung vom Navi auf “auto” gestellt ist, dann verdunkelt es extrem, sobald das Fahrzeug das Licht einschaltet. Dann ist das Navi kaum noch lesbar. Hab den Modus gewechselt und dann war’s OK. Der Gurt hinten war 10cm zu kurz für unseren Cybex-Kindersitz. Und nach vorne gibt es keinen Einparkwarner. Was hinten mit Ton-Signal und Rückfahrkamera super easy funktioniert, ist aufgrund der schwer einsehbaren Schnauze etwas problematisch.DSC_4394Fazit
Der Fiat Freemont ist ein schickes und verhältnismäßig günstiges Auto. Es fehlt etwas Durchzug und Power, aber dafür bekommt man sehr viel Platz und einen mega-großen Kofferraum, den man in 3 Sekunden zur dritten, komfortablen Sitzbank umbauen kann. Die Haptik in unserer Lounge-Version war edel, der Innenraum puristisch und funktional. Kleine Mängel wie zu kurze Gurte für den Kindersitz auf der Rückbank sollten nachgebessert werden. Aber nach den gut 1.000 Testkilometern habe ich persönlich plötzlich einen neuen heißen Kandidaten auf meiner Wunschliste der Familienautos. Und das der Fiat Freemont auch anderen Leuten gefällt, dass war auf den Testfahrten ebenfalls zu merken. Einen schönen Artikel zum Fiat Freemont im Familiencheck gibt es auch auf dem Väter-Magazin von DADDYlicious.DSC_4351
Vielen Dank für die Fotos an Alex Lier.